Cannabis ist eine der meistkonsumierten psychoaktiven Substanzen der Welt; etliche wissen, wie sein Konsum sich auf den menschlichen Organismus auswirkt. Nur ganz wenige aber wissen, wie es zu diesem Effekt kommt. Dass unsere Zellen auf Cannabis ansprechen und bei uns eine Reaktion ausgelöst wird, ist dem Endocannabinoid-System zu verdanken.
Durch die Kenntnisse der im folgeden beschriebenen Zusammenhänge kann das individuelle Wohlbefinden harmonisiert und verbessert werden.
Endocannabinoid
Das menschliche Endocannabinoid-System (Abk. für endogenes Cannabinoid-System) ist ein Teil des Nervensystems und besitzt auf der Zelloberfläche Andockstellen – die CB1 und CB2 Rezeptoren. Sie regulieren zahlreiche biologische Prozesse:
CB1 findet man primär in Gehirn und Rückenmark aber auch im peripheren Nervensystem (z. B. im Darm und vielen anderen Körperstellen) und kann dort wirken.
CB2 befindet sich dagegen vorwiegend auf Zellen des Immunsystems und auf Zellen, die am Knochenaufbau und -abbau beteiligt sind, auch das Immunsystem ist für unser Wohlbefinden wichtig.
Synergie-Effekt.
Definitionen:
Phytocannabinoide sind zum Beispiel Cannabigerol (CBG) und Cannabinol (CBN).
Die Hanfpflanze enthält mindestens 113 unterschiedliche Phytocannabinoide.
Forscher fanden mehr als 120 Terpene, 21 Flavonoide sowie zahlreiche Nichtcannabinoide, die alle unterschiedliche pharmakologische Eigenschaften besitzen.
(Quelle: https://www.leafly.de/glossar/cannabinoide)
Die Bezeichnung „Synergie-Effekt“ (auch Entourage-Effekt) aus der Cannabis–Forschung sagt aus, dass ein Pflanzenstoffgemisch eine höhere biologische Aktivität besitzt, als die isolierte Reinsubstanz selbst. Die Hanfpflanze besitzt eine Vielzahl von Phytocannabinoiden und Terpene, die beim sogenannten Entourage- oder Synergie-Effekt eine entscheidende Rolle spielen. Durch die Kombination verschiedener Cannabinoide mit Terpenen wird eine optimierte Wirkung erzielt, wodurch die Zufuhr von Cannabidiol (CBD) in bereits moderaten Dosierungen herausragende gesundheitliche Ergebnisse erzielt. Diese Wirkungsverstärkung kann schon durch den Erhalt gewisser Pflanzenstoffe, insbesondere der Terpene und weiterer Phytocannabinoide, erreicht werden.
Welche Funktion hat CBD?
Definitionen:
Endocannabinoide sind Substanzen, die den Phytocannabinoiden ähneln, und vom Körper selbst produziert werden. Wichtige Endocannabinoide sind unter anderem Anandamid (Arachidonylethanolamid), 2-Arachidonyl-Glycerol und Noladinether.
(Quelle: https://www.leafly.de/glossar/cannabinoide).
Flavonoide haben entzündungshemmende, antioxidative, antifungale, antivirale, antibakterielle, antimikrobielle und antikanzerogene Wirkungen. Kurz: Sie wirken gegen allerlei Erkrankungen.
Flavonoide sind auch verantwortlich für die krebsvorbeugende oder gar -heilende Wirkung vieler Beeren wie Heidelbeeren. Die große Zahl der vorkommenden sekundären Pflanzenstoffe machte es bislang unmöglich, alle Verbindungen und Wirkungen eindeutig zu erforschen. Zahlreiche Veröffentlichungen und Untersuchungsergebnisse zeigen jedoch eindeutig den hohen Wert der Flavonoide für die Gesundheit des Menschen.
(Quelle: https://www.urgeschmack.de/was-sind-flavonoide)
Terpene sind Hauptbestandteil der in Pflanzen produzierten ätherischen Öle
Der charakteristische Geruch und Geschmack von Cannabis ist auf die Terpene zurückzuführen, die in der Hanfpflanze vorhanden sind. In der Hanfpflanze konnten über 200 ätherische Öle nachgewiesen werden, die in Blättern und Blüten zu finden sind.
Folgende Terpene zählen zu den Wichtigsten in der Hanfpflanze:
Cineol, β-Caryophyllen, Terpinene, Nerolidol, α und β Pinen, Limonen, Myrcen, Linalool.
(Quelle: eigene Recherche)
Die Phytocannabidoide, Terpene und Flavonoide sind körperähnliche chemische Verbindungen, die auf das menschliche und tierische Endocannabinoid-System wirken. Die Rezeptoren dafür befinden sich vor allem im Gehirn. CBD ist in der Lage mit diesen Zellen zu interagieren.
Direkt oder indirekt kann CBD laut diversen Forschungsergebnissen folgendes beeinflussen :
- Vanilloidrezeptoren – Schmerzregulation
- Adenosinrezeptoren – Schlaf-Wach-Zyklus
- Serotonin-Rezeptoren – Stimmungs-Stressbewältigung
